Gepostet am 27. August 2013 von medingen

Die Pfadfindergruppe der Luchse des Stammes Silberkranich Medingen gibt es nun seit eineinhalb Jahren und diesen Sommer waren wir das erste Mal auf Wanderung. Wir sind 2 Gruppenleiter im Alter von 16 und 17 Jahren und 6 Wölflinge im Alter von 10 bis 12 Jahren. Für sechs Tage sind wir durch unsere Region gewandert.
Los ging es am 8. Juli vom Kloster Medingen und bei herrlichem Sonnenschein haben wir die ersten 8 km hinter uns gelassen. In der Mittagshitze war uns eine der vielen Feldberegnungen sehr willkommen. Gut erfrischt und gestärkt haben wir unseren Weg fortgesetzt. Gegen Abend haben wir unser Lager in einem kleinen Kiefernwäldchen aufgeschlagen und ein leckeres Abendessen über dem Feuer zubereitet. Während über uns am Himmel die Sonne unterging schliefen wir beim Geräusch der sirrenden Mücken in unseren Schlafsäcken ein.

Der nächste Morgen begann für uns um 7 Uhr und nach einem Frühstück haben wir unsere Rucksäcke gepackt und sind weiter unserer Karte über kleine Feldwege gefolgt. Als wir in einem kleinen Ort Pause gemacht haben und unsere Wasservorräte aufgefüllt haben, wurde uns eine volle Tüte frischer Kirschen geschenkt und wenig später jedem eine Saftpackung und Kaugummi. So waren wir wieder gestärkt für den letzten Teil des Weges und haben schließlich einen Platz gefunden, 15 km von dem vorherigen Lagerplatz entfernt. Stolz und erschöpft sind wir nach dem Abendessen unter dem sternklaren Himmel eingeschlafen.

Als wir am Morgen weiter gewandert sind, haben wir innerhalb kürzester Zeit einiges an Strecke hinter uns gelassen und haben gegen Mittag den Hardausee erreicht, wo wir gebadet, uns gewaschen und gegessen haben. Am Nachmittag sind wir in ein riesiges Waldgebiet gekommen, dass wir auch bis zum nächsten Mittag nicht verlassen haben. Über Wege, die seit Jahren keiner mehr gegangen zu sein schien, sind wir immer weiter gen Westen gegangen. Unser Schlafplatz lag in dieser Nacht auf einem Hügel und am nächsten Morgen wurden wir von dem lauten Röhren eines Hirsches geweckt, der in einiger Entfernung von uns stand.

An diesem Tag haben wir pünktlich um 12 Uhr unser vorläufiges Ziel den Wandervogelhof Reinstorf erreicht. Dort haben wir unser Zelt aufgeschlagen und den Hof erkundet. Nach der langen Wanderung gab es zum Abendessen über dem Feuer gebratene Pfannkuchen mit Apfelmus.

Den nächsten Tag haben wir länger geschlafen und nach dem Frühstück haben wir Feuerholz gesägt, uns unter einer Feldberegnung erfrischt und die Sauna befeuert. Am späten Nachmittag begann die Vorbereitung für den Bunten Abend. Als schließlich das Feuer brannte, der Tschai darüber köchelte und sich neben dem Sitzkreis Berge von Essen türmten, sangen wir das Stammeslied und saßen im Feuerschein, noch lange nachdem die Sterne am Himmel erschienen waren. Als schließlich alle Gitarrenklänge verklungen waren, zogen wir uns für die letzte Nacht der Fahrt in unsere Kothe.

Den letzten Tag unserer Fahrt verbrachten wir mit Aufräumen und Abbau. Nach dem Abschlusskreis machten wir uns auf, die Strecke bis zum nächsten Bahnhof hinter uns zu bringen. In einer kleinen Regionalbahn sangen wir die letzten Lieder und erreichten nach einstündiger Fahrt Bad Bevensen wo unsere Eltern auf uns warteten, denen wir viel zu erzählen hatten.